Vom Wechseln der Levels


Shinzen Jiai Berlin der Dritte in Berlin

36 Kämpfer kamen am Samstag in Berlin gegen 11 Uhr vormittags zusammen und hielten eisern bis 17 Uhr durch- und das draußen bei strahlender Sonne und verlockenden Grillgerüchen am nahe gelegenem Tempelhofer Feld. Der Kendoverband Berlin hatte das Schweizer System angekündigt und wer es schon vorher erlebt hatte, wusste, dass er egal wie, auf alle Fälle mindestens fünfmal kämpfen würde- Wenn das mal kein Ansporn war.

Zunächst wurde nach der Dangraduierung eingeteilt und der erste Kämpfer war im Idealfall gleichen Geschlechtes, gleichen Alters und überhaupt vergleichbar in puncto Lebensauffassung sprich dem  Kendoverständnis. Siegte man, durfte man je nach errungener Punkte weiter aufsteigen, im Götter Dan- Olymp verbleiben oder musste herabsteigen in die schon vor Jahren durchlaufenen qualvoll vermeintlich hinter sich gelassenen niederen Niveaus. Es kam also durchaus vor, dass ein fünfter Dan mit einem sechsten Kyu kämpfen musste. Und das machte Spaß, denn das regte nicht nur zur Euphorie beiderseits an, sondern auch zum selbstkritischen In-sich-Hineinhorchen- auch dies manchmal beiderseits. 

Auch das Schiedsrichtern war für einige Danträger völlig neu, da man generell nicht zimperlich sein konnte mit der Auswahl der Fahnenschwenker. So kam es durchaus vor, dass drei sehr unerfahrene, befangene sich gegenseitig beäugten und so gut es ging richteten, um mal am eigenen Leibe zu erfahren, dass das Fahnenheben nicht leicht ist. Aber dank der hervorragenden Organisation war auch dies eher die Ausnahme und es gelangen ihnen allen mehr oder weniger von Allen gutgeheißene Entscheidungen. Im Finalkampf Gonzales gegen Baronin allerdings gab es im Nachhinein einige, die behaupteten, dass es sich hier um einen 4 Punkte Sieg handelte- der Sieg war allerdings so eindeutig und die Schiedsrichterentscheidungen nicht minder, dass dem Sieger, Stepan Baronin ( 3.Dan) für den großartigen Endkampf uneingeschränkte Gratulation gebührt. 

Vom Kobukai waren insgesamt 6 Kämpfer anwesend: Philipp Lenk gewann den Kampfgeistpreis, Aki Maruyama und Philipp gelang es, in die höheren Gefilde aufzusteigen, der Rest konnte sich mehr oder weniger in den Rängen halten, in denen sie begonnen hatten. 

Ein wunderbarer Kendotag, an dem man alte Freunde aus anderen Vereinen wiedersah und sich messen konnte in einer sehr freundlichen Atmosphäre.

Die Teilnehmer des Shinzen Jiai des KenVB 2018

Die Teilnehmer des Shinzen Jiai des KenVB 2018